Projekte & Termine

„Gewalt erleiden, überleben, verarbeiten“ Fachtagung zum 35. Jahrestag der Antifolter-Konvention der Vereinten Nationen im Landeshaus Kiel

Am Freitag, den 24. Juni 2022 versammelten sich an die 60 Fachleute zu einer Tagung im Landeshaus in Kiel zum Thema „Gewalt erleiden, überleben, verarbeiten“. Eingeladen hatten der Zuwanderungsbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein, der Paritätische Landesverband Schleswig-Holstein, das Psychosoziale Zentrum für traumatisierte Flüchtlinge SH der Brücke Schleswig-Holstein und die Refugio Stiftung Schleswig-Holstein aus Anlass des internationalen Tages gegen Folter, den die Vereinten Nationen jährlich am 26. Juni ausrufen.

Eine Dokumentation der Texte und Folien können Sie hier herunterladen.

01_Einladung Fachtagung Antifoltertag 2022 _PDF, 352 KB

02_Dokumentation der Fachtagung_PDF, 605 KB

03_Vortrag (Text) Fanny Dethloff_PDF, 490 KB

04_Vortrag (Folien) Dr. David Keller, Zentrum Überleben_PDF, 666 KB

Fotos der Fachtagung finden Sie hier.

Neu im Vorstand der Stiftung

Die Refugio Stiftung Schleswig-Holstein hat am 29. April 2022 Frau Dr. Jasmin Röhl-Azazmah, Referentin beim Beauftragten für Asyl- und Zuwanderungsfragen des Landtags in Schleswig-Holstein, in den Stiftungsvorstand berufen. Der Vorstand der Stiftung arbeitet ehrenamtlich und erklärt, dass die Stiftung satzungsgemäß eine „mildtätige Stiftung“ ist, die Zuwendungen an traumatisierte Geflüchtete als Überlebende von Folter Krieg und Terror ausgibt. Dazu stellen Behandlungs- und Beratungszentren und andere Facheinrichtungen Anträge auf die Unterstützung ihrer Patient*innen oder Klient*innen – zum Beispiel für Fahrt- oder Anwaltskosten, Kleidung, Gebühren für Gruppentreffen oder Kinderbetreuung. Für diese Zwecke konnte die Stiftung dank der Hilfe vieler Spender*innen im vergangenen Jahr 2021 etwa 10.000,00 Euro auskehren.

Dialogforum des Flüchtlingsrates Schleswig-Holstein zur Landtagswahl am 8. Mai 2022

Zur Vorbereitung der Landtagswahl 2022 hatte der Flüchtlingsrat im März und April zu vier Dialogforen mit den Kandidaten der demokratischen Parteien eingeladen. Die Themen der Foren waren (1.) Antidiskriminierung und Rassismus, (2.) Flüchtlingspolitik, (3.) Integration in Bildung und Arbeit, (4.) Gesundheitsversorgung. Die ersten drei Foren wurden online aufgezeichnet und konnten über den offenen Kanal Schleswig-Holstein (Kiel) mitverfolgt (gestreamt) werden. Das Forum „Gesundheitsversorgung“ fand präsentisch im Studio des Offenen Kanals in Kiel statt und wurde nach der Aufzeichnung zwei Mal ausgestrahlt. Die Lebenshilfe Schleswig-Holstein, das Psychosoziale Zentrum in Kiel, die Türkische Gemeinde Schleswig-Holstein, das Flüchtlingsreferat des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Schleswig-Holstein und auch die Refugio Stiftung hatten für die Moderatorin Petra Jürgensen vom Trauma-Beratungszentrum „Die Brücke“ Lübeck/Ostholstein und Karl Neuwöhner von der Refugio Stiftung acht Fragen als sogenannte „Wahlprüfsteine“ vorbereitet, die mit den Kandidatinnen Hans Hinrich Neve MdL (CDU), Gerlinde Böttcher Naudiet (SPD), Sibylla Nitsch (SSW), Uta Roepcke (B90/Grüne), Dennys Bornhöft MDL (FDP) und Lorenz Gösta Beutin (Die Linke). diskutiert wurden. In der Diskussion stimmten die Kandidatinnen einer grundlegenden Verbesserung des Zugangs zu einer geregelten Gesundheitsversorgung in vielen Bereichen zu, verwiesen aber auch auf die begrenzten personellen Ressourcen – besonders im Bereich der Psychotherapie, bestätigten die wichtige Rolle von Ehrenamtlichen, forderten selber mehr Handlungen statt Erklärungen und baten am Ende um mehr Zusammenarbeit auch nach der Wahl.

Das Positionspapier des Flüchtlingsrates und seiner zahlreichen Mitgliedsorganisationen gibt es hier zum download.

Dokumentation:  Fachtagung „Wegsehen als Programm – 34 Jahre Antifolterkonvention der Vereinten Nationen. Blicke auf Europa, Deutschland und Schleswig-Holstein“ am 25.6.2021

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer, liebe Kolleginnen und Kollegen,

hier finden Sie die Dokumentation unserer Online-Fachtagung anlässlich des Internationalen Tags zur Unterstützung der Folteropfer am 25. Juni 2021, die die Refugio Stiftung Schleswig-Holstein, der PARITÄTISCHE Schleswig-Holstein, der Beauftragte für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen des Landes Schleswig-Holstein und das Psychosoziale Zentrum für Flüchtlinge in Schleswig-Holstein (PSZ, Brücke SH) für Fachkräfte in der Begleitung und Versorgung von Folteropfern und traumatisierten Geflüchteten in Schleswig-Holstein veranstaltet haben.

Wir bedanken uns sehr herzlich

  • für die Vorträge von Elise Bittenbinder, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF), Berlin,
  • von Franziska Vilmar, Fachreferentin für Asylrecht und -politik, Amnesty International Deutschland e. V., Berlin,
  • die Darstellung des Psychosozialen Zentrums für Flüchtlinge in Schleswig-Holstein „Die Brücke“ in Kiel,
  • für die Musik von Saad Alsayed, die Moderation von Dr. Jasmin Azazmah und die Diskussion mit Ihnen, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern!

Zum Download:

Die Refugio Stiftung Schleswig-Holstein unterstützt „United 4 Rescue“

Am 20. Februar 2020 wurde das ehemalige Forschungsschiff „Poseidon“ als Rettungsschiff der Aktion „United 4 Rescue“ in Kiel auf den Namen „Sea-Watch 4“ getauft. Das Schiff fährt im Auftrag des von der Evangelischen Kirche ins Leben gerufenen Aktionsbündnisses „United 4 Rescue“ im Mittelmeer Patrouille, um in Seenot geratene Geflüchtete zu retten. In der Bündniserklärung heißt es „Wir … sind davon überzeugt, dass jedes Leben in Seenot gerettet werden muss. Daher unterstützen wir die zivilen Seenotrettungsorganisationen, die dem Ertrinken nicht tatenlos zusehen, sondern da humanitär handeln und Menschenleben retten, wo staatliche Seenotrettung fehlt.“ Der Flüchtlingsbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein, Stefan Schmidt,  kritisiert in diesem Zusammenhang die Europäische Union: „Die Europäische Union muss ihrer menschenrechtlichen Verantwortung gerecht werden. Sie darf Menschen nicht an ihren Grenzen sterben lassen.“

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